Die richtige Schlafposition: So findest du die optimale Matratze

Hast du dich schon mal gefragt, warum du trotz ausreichend Schlaf manchmal mit Rückenschmerzen oder Verspannungen aufwachst? Die Antwort liegt oft in der Kombination aus deiner Schlafposition und deiner Matratze. Denn nicht jede Matratze passt zu jedem Schlaftyp.

In diesem Ratgeber zeige ich dir, welche Schlafposition du hast, was das für deinen Körper bedeutet und wie du die perfekte Matratze findest. Denn mit der richtigen Unterlage schläfst du nicht nur besser – du startest auch mit mehr Energie in den Tag.

Welcher Schlaftyp bist du?

Die meisten Menschen haben eine bevorzugte Schlafposition, in der sie einschlafen und die sie die meiste Zeit der Nacht beibehalten. Auch wenn wir uns im Schlaf natürlich bewegen, kehren wir immer wieder zu unserer Lieblingsposition zurück. Im Allgemeinen unterscheidet man drei Hauptpositionen: Seitenschläfer, Rückenschläfer und Bauchschläfer. Die Seitenlage ist dabei mit Abstand am beliebtesten – rund 68 % der Deutschen schlafen am liebsten auf der Seite.

💡 So findest du deinen Schlaftyp heraus

Achte in den nächsten Nächten darauf, in welcher Position du dich am liebsten hinlegst und wie du morgens aufwachst. Oft verrät die morgendliche Aufwachposition deinen bevorzugten Schlaftyp. Du kannst auch einen Partner oder eine Partnerin bitten, dich nachts zu beobachten.

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Der Seitenschläfer

68% der Deutschen

Der Seitenschläfer ist der häufigste Schlaftyp. Du liegst auf einer Seite, oft mit leicht angewinkelten Beinen – manche in der klassischen Embryostellung, andere etwas gestreckter. Die Arme werden meist genutzt, um sich am Kopfkissen festzuhalten.

Vorteile

  • Wirbelsäule ruht in natürlicher Krümmung
  • Reduziertes Schnarchrisiko
  • Geringeres Risiko für Schlafapnoe
  • Bequem und geborgen
  • Gut bei Sodbrennen (linke Seite)

Nachteile

  • Hoher Druck auf Schulter und Hüfte
  • Kann zu Arm-Taubheit führen
  • Bei falscher Matratze: Rückenschmerzen
  • Knitterfalten möglich (eine Seite)

🛏️ Die optimale Matratze für Seitenschläfer

Für Seitenschläfer sollte der Schulterbereich möglichst weich sein, damit die Schulter weit genug einsinken kann. Becken und Hüfte sollten einsinken können und gleichzeitig gut gestützt werden. Nur so kann die Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. Du brauchst also eine eher weiche, flexible Matratze mit guter Punktelastizität.

Empfohlen: Kaltschaum- oder Gelschaummatratze (H2-H3)

Der Rückenschläfer

ca. 15% der Deutschen

Rückenschläfer liegen flach auf dem Rücken, die Arme meist seitlich am Körper oder auf dem Bauch. Die Beine sind in der Regel gestreckt und leicht geöffnet. Diese Position gilt als die gesündeste – vorausgesetzt, du hast die richtige Matratze.

Vorteile

  • Körpergewicht gleichmäßig verteilt
  • Wirbelsäule in natürlicher S-Form
  • Gut bei Reflux/Sodbrennen
  • Kein einseitiger Druck
  • Weniger Faltenbildung im Gesicht

Nachteile

  • Erhöhtes Schnarchrisiko
  • Gefahr bei Schlafapnoe
  • Weniger Bewegung in der Nacht
  • Bei falscher Matratze: Hohlkreuz

🛏️ Die optimale Matratze für Rückenschläfer

Für Rückenschläfer ist eine mittelfeste Matratze mit hoher Punktelastizität am besten. Die Matratze sollte im Bereich des unteren Rückens und der Schultern eher flexibel sein und ein Einsinken ermöglichen, aber nicht zu weich sein, damit das Becken nicht durchhängt. Zonierte Matratzen mit Lordosenstütze sind ideal.

Empfohlen: 7-Zonen-Kaltschaum oder Latex (H2-H3)
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Der Bauchschläfer

ca. 17% der Deutschen

Bauchschläfer liegen flach auf dem Bauch, der Kopf ist zur Seite gedreht, um atmen zu können. Die Arme liegen oft unter dem Kopf oder neben dem Körper. Diese Position ist zwar für manche bequem, aber medizinisch gesehen die ungünstigste.

Vorteile

  • Reduziertes Schnarchrisiko
  • Kann bei Schlafapnoe helfen
  • Gefühl von Geborgenheit

Nachteile

  • Starke Überdrehung der Halswirbel
  • Häufig Nacken- und Rückenschmerzen
  • Hoher Druck auf Schultern
  • Kann zu Hohlkreuz führen
  • Erschwerte Atmung

🛏️ Die optimale Matratze für Bauchschläfer

Für Bauchschläfer ist eine feste Matratze mit hoher Flächenelastizität optimal, damit der Körper nicht zu tief einsinkt und die Wirbelsäule nicht ins Hohlkreuz gedrückt wird. Wichtig ist eine gleichmäßige Stütze in der Körpermitte. Mediziner empfehlen allerdings, langfristig auf eine andere Schlafposition zu wechseln.

Empfohlen: Feste Kaltschaum- oder Federkernmatratze (H3-H4)

Der Aktivschläfer (Wechselschläfer)

Wechselt häufig die Position

Aktivschläfer wechseln in der Nacht ungewöhnlich häufig ihre Position. Sie sind quasi Seiten-, Rücken- und Bauchschläfer in einer Person. Das kann zu unruhigem Schlaf führen – muss aber nicht, wenn die Matratze stimmt.

Vorteile

  • Keine einseitige Belastung
  • Muskeln und Bänder werden gelockert
  • Durchblutung wird gefördert

Nachteile

  • Schwieriger, passende Matratze zu finden
  • Kann zu unruhigem Schlaf führen
  • Partner/in wird eventuell gestört

🛏️ Die optimale Matratze für Aktivschläfer

Für Aktivschläfer ist eine nicht zu weiche Matratze mit hoher Punktelastizität und hoher Rückstellkraft ideal, da diese sich schnell an die wechselnden Positionen anpasst. Zonierungselemente, wie sie in 7-Liegezonen-Matratzen zu finden sind und insbesondere Schulter und Rücken entlasten, können von großem Vorteil sein.

Empfohlen: 7-Zonen-Kaltschaum oder Taschenfederkern (H2-H3)

Matratzen-Typen im Überblick

Nicht nur die Schlafposition entscheidet – auch der Matratzentyp spielt eine wichtige Rolle. Hier ein Überblick über die gängigsten Matratzenarten:

Matratzentyp Ideal für Eigenschaften
Kaltschaum Seitenschläfer, Aktivschläfer Hohe Punktelastizität, gute Anpassung, atmungsaktiv
Gelschaum Seitenschläfer Sehr gute Druckentlastung, kühlend, weich
Viscoschaum Rückenschläfer Memory-Effekt, passt sich Körperwärme an
Latex (Natur) Rückenschläfer, Allergiker Sehr langlebig, natürlich antibakteriell, elastisch
Taschenfederkern Rückenschläfer, Aktivschläfer Gute Belüftung, hohe Stützkraft, langlebig
Tonnentaschenfederkern Bauchschläfer, höheres Gewicht Sehr hohe Stützkraft, fest, atmungsaktiv

✅ Checkliste: So testest du deine Matratze richtig

  • Nimm dir Zeit – ein kurzes Probeliegen im Geschäft reicht nicht aus
  • Achte auf ein langes Rückgaberecht (mindestens 30 Tage, besser 100 Tage)
  • Teste die Matratze in deiner typischen Einschlafposition
  • Lass von einer zweiten Person prüfen, ob deine Wirbelsäule gerade liegt
  • Beachte auch deinen Lattenrost – er beeinflusst das Liegegefühl erheblich
  • Berücksichtige dein Körpergewicht bei der Wahl des Härtegrads
  • Teste die Matratze auch mit deinem gewohnten Kissen

💡 Mein Tipp: Die 7-Zonen-Matratze

Egal welcher Schlaftyp du bist – eine gute 7-Zonen-Matratze ist fast immer eine sichere Wahl. Sie bietet unterschiedliche Härtezonen für Kopf, Schulter, Lendenwirbel, Becken und Beine und passt sich so optimal an verschiedene Körperpartien an. Besonders empfehlenswert sind Modelle aus Kaltschaum oder mit Taschenfederkern.

Fazit: Die perfekte Matratze gibt es – für dich!

Es gibt nicht DIE eine perfekte Matratze für alle. Aber es gibt die perfekte Matratze für deinen Schlaftyp, dein Körpergewicht und deine individuellen Bedürfnisse. Die wichtigste Regel: Deine Wirbelsäule sollte in jeder Schlafposition ihre natürliche Form beibehalten können.

Nimm dir Zeit bei der Auswahl, nutze Probeschlaf-Angebote und scheue dich nicht, eine Matratze zurückzugeben, wenn sie nicht passt. Dein Körper wird es dir mit erholsamem Schlaf und schmerzfreien Morgenstunden danken.

Hast du Fragen zu deinem Schlaftyp oder brauchst du Hilfe bei der Matratzenauswahl? Schreib mir gerne in den Kommentaren!

Schlaf gut und träum süß! 💤
Deine Julia